Ein Workshop für Jugendliche zum bewussteren Umgang mit sozialen Medien und einer digitalisierten Welt auf Grundlage sensorischer Schauspielarbeit.

In diesem außergewöhnlichen Workshop helfe ich Jugendlichen mit Hilfe von sensorischer Schauspielarbeit weg von der Überforderung der Digitalisierung hin zu einem lebendigen, achtsamen und selbstbestimmten Leben zu finden. Gerade in der aktuellen Situation, in der junge Menschen mehr Zeit als jemals zuvor vor einem Bildschirm verbringen, ist es wichtig ihnen einen Weg zu zeigen, achtsam und bewusst damit umzugehen und vor allem wie sie bei allen Möglichkeiten die uns die Digitalisierung bietet, ihre natürliche Lebendigkeit und eine gesunde Selbstwahrnehmung behalten.

Die aktuellen Berichte in den Medien über die Situation von Jugendlichen im Lockdown geben Grund zur Sorge. Homeschooling, Zoom-Treffen, wenig Soziale Kontakte und dazu ein erhöhter Konsum von Sozialen Medien, können zu einer gefährlichen Mischung werden. Welchen Druck vor allem Soziale Medien auf Teenager ausüben, macht zur Zeit eine Studie aus den USA klar. Der Film „Das Dilemma mit den Sozialen Medien“ auf Netflix beschreibt die Zunahme von Depressionen und Angststörungen bei US-Teenagern, welche auf den Gebrauch der Sozialen Medien zurückgeführt werden, die seit 2009 bereits immer früher im Alltag der Kinder und Jugendlichen auftauchen. 

Es zeigt sich, dass gerade Mädchen sehr unter Druck stehen bestimmte Ideale erreichen zu müssen.

Die Dunkelziffer ist hoch und selbstverständlich sind auch Jungen betroffen. Die teils so unwirklichen Vorbilder und das damit verbundene Streben nach Reichtum, Erfolg und Schönheit sorgt für Minderwertigkeitskomplexe bei den Jugendlichen, wie auch eine Studie aus Montreal zeigt, die 3826 Kinder und Jugendliche über vier Jahre untersucht hat und dabei vor allem eine Verbindung zu der verbrachten Zeit an Bildschirmen ziehen konnte. Diese Bildschirmzeit ist vor allem aktuell drastisch erhöht und die Folgen machen sich bemerkbar.

Der Neurowissenschaftler David Eagleman hat einmal gesagt: „Wir sind immer nur eine Reflexion der Interaktion mit der Außenwelt.“ Was bedeutet es also, wenn unsere Kinder den ganzen Tag einem Computerbildschirm und 2-dimensionalen Inhalten ausgesetzt sind? Nachrichten berichten meistens über das Schreckliche in der Welt, während unwirkliche Ideale uns daran erinnern, was wir alles NICHT HABEN oder NICHT SIND. Nach Eaglemans Aussage müssten wir alle zu traurigen, blassen, von Angst und Schrecken erfüllten Wesen mit dem ständigen Gefühl „nicht gut genug zu sein“ werden.

Körperliche Betätigung und Menschliche Nähe, der Austausch und das Spiegeln von Emotionen, was wir Empathie nennen, kann maßgeblich zu unserem Wohlbefinden beitragen. Das ist meine persönliche Beobachtung in 15 Jahren Theaterarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und ich bin mir sicher, dass mir hier auch ein David Eagleman oder andere Wissenschaftler zustimmten werden. 

Viele Schulen und Ausbildungssysteme haben bereits erkannt, dass Theaterarbeit sehr förderlich für die Entwicklung eines jungen Menschen ist, dessen soziale Kompetenz fördert, das Selbstwertgefühl steigern und zu einer besseren räumlichen Positionierung beitragen kann. Im darstellenden Spiel lernen sie, wie sie sich im Raum orientieren und einen wirklichen Bezug zwischen Anderen und sich selbst herstellen. Dieser Bezug geht in der virtuellen Welt sehr schnell verloren, da dort kein sinnliches Erleben passiert. Ohne dieses Erleben fühlen wir uns fremd und alleine, im Mangel, „disconnected“ und können uns sehr schlecht selbst wahrnehmen. Das Hauptproblem ist, dass dieser Mangel zu erst lange unterbewusst statt findet. Denn der gefährliche Kick, den uns das Scrollen durch die schönen Bilder und das Empfangen von scheinbar wichtigen Informationen gibt, ist vergleichbar mit dem kurzen Vergnügen eines Drogenkonsums. Danach sind wir noch „leerer“ als vorher. Meine Arbeit aus einer Schauspielerischen Sicht, die von einer ganzheitlichen Betrachtung unserer Verhaltensweisen als Mensch herrührt, soll ein Beitrag zur Erhaltung der Menschlichkeit in einer immer unmenschlicheren Welt sein. Es geht nicht darum die Digitalisierung zu stoppen oder zu verteufeln, sondern verantwortlich und vor allem bewusst mit ihr umzugehen.

An diesem liebevoll ausgearbeiteten Seminartag sollen die Jugendlichen lernen, wie sie sich im „echten Leben“ wieder annähern. Welche Räume und Grenzen sie haben. Und dass ihr wahres Selbst nicht mit einem scheinbaren „Ideal“ vergleichbar ist, sondern ganz Einzigartig. Mit den Mitteln der sensorischen Schauspielarbeit, gespickt mit ein paar greifbaren Fakten zum sinnlichen Erleben im und außerhalb des Netzes, möchte ich den Jugendlichen ein stabiles Fundament für einen selbstbestimmten und bewussten Umgang mit den Phänomenen der digitalisierten Welt mitgeben.

Weil die Jugend Visionen braucht und ein voll funktionsfähiges Vehikel aus Körper und Geist, um sie zu erreichen.

Tagesseminar 6 Stunden

mit Übungen für Körper, Stimme, Selbstbewusstsein und Teamarbeit
Coaching: Die eigenen Vision leben 
inkl. Filmszene als mp4 Datei für jede*n Schüler*in. „Ich spiele mein Leben“

 

ab 22 Euro* pro Schüler*in 

 

 

* bei einer Klassengröße ab 30 Schüler*innen

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